Die vom nexus Institut durchgeführte „Partizipative Projektevaluation von Gesundheitsförderung in der Lebenswelt Wohn- und Werkstätte für Menschen mit Behinderungen“ wird im Rahmen des Angebots des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek) „Gesunde Lebenswelten“ umgesetzt. Das zu evaluierende Projekt „Gesundheit einfach machen. Gesundheitsförderung in Werk- und Wohnstätten gestalten“ umfasst zwei Teilprojekte.

Das Teilprojekt der Fachhochschule Bielefeld zielt auf die praxisnahe Entwicklung eines konsistenten, wissenschaftsbasierten und zielorientierten gesundheitsfördernden Maßnahmenkatalogs und Ideenkompendiums zur Verhältnis- und Verhaltensprävention für Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung ab. Daraus soll ein modulartig anwendbares Portfolio erarbeitet werden, das eine große Auswahl an Maßnahmen und Ideen auf Verhaltens- und Verhältnisebene aus dem gesamten Bundesgebiet beinhaltet.

Das Teilprojekt der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) entwickelt und erprobt einen Fachberatungsprozess zur gesundheitsfördernden Strukturentwicklung in Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, um dort die Umsetzung von Maßnahmen, die in Teilprojekt 1 entwickelt wurden, zu ermöglichen. Dies schließt eine Curriculums Entwicklung für Fachberatende für Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit ein.

Den strukturierenden Rahmen für beide Teilprojekte bildet der Leitfaden Prävention „Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten (§20a SGB V)“und die vier Handlungsfelder (Ernährung, Bewegung, Stress und Sucht) des GKV Leitfadens Prävention „Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten (§20a SGB V)“.

nexus führt für dieses Vorhaben eine aktivierende Evaluation durch. Diese umfasst die partizipative Entwicklung und Anpassung des Evaluationskonzepts sowie einen kontinuierlichen Kooperations- und Begleitprozess des Verbundprojektes. Weiterhin steht die Wirkungsorientierung der beiden Vorhaben mit Bezug auf Verhaltens- und Verhältnisebene im Fokus.

Insgesamt wird die Evaluation drei Ebenen betrachten: 1. Organisation – Setting Lebenswelt Wohn- und Werkstätte, 2. Mittlerebene bzw. Fachkräfte (Gesundheits-Team: Gesundheitskoordinator:innen, Gruppenleiter:innen, Sozialarbeiter:innen) sowie 3. die primäre Zielgruppe – Menschen mit Behinderung (Beschäftigte/Bewohner:innen in WfbM). Dabei werden für die Erhebung jeweils spezifische, passende Instrumentarien entwickelt und ein sich ergänzender Methodenmix gewählt, der das Wechselverhältnis von Wirkungen auf Struktur-, Prozess- und Ergebnisebene erkennbar werden lässt.

Laufzeit: 10/2021 – 06/2024
Auftraggeber: Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Mitarbeiter:innen: Dr. Arnd Hofmeister (Projektleitung), Tzvetina Arsova Netzelmann, Dr. Katja Aue