
Landesweit sind Menschen in Initiativen aktiv, die transformative und nachhaltige Ziele verfolgen.
Dieser Einsatz ist in vielen Bereichen wie z. B. Klimaschutz, soziale Teilhabe oder Kultur essenziell für Gemeinwohlorientierung und den Erhalt natürlicher Ressourcen. Das breite Spektrum der lokalen wie regionalen Initiativen trägt zur gesellschaftlichen Verbreitung neuer Denkansätze bei. Sie sind der Motor all der Wenden der vergangenen Jahre und treiben die systemische Transformation weiter voran. Und trotz alldem werden diese Leistungen nur selten entsprechend gewürdigt oder gefördert.
Mit den „SynergisTen“ wird aktuell ein neuer Ansatz des Mit- statt Gegeneinanders erprobt, der die Beiträge der Akteure und Initiativen sichtbar machen und gleichzeitig deren transformative Vorhaben gezielt stärken will.
zusammen wirken, statt alleine kämpfen
Wettbewerbsbasierte Anerkennungsformate – wie das Prämieren von sog. Leuchtturmprojekten – würdigen nur die Leistung einiger weniger, und auch nur für einen kurzen Aufmerksamkeitsmoment. Wettbewerbe erzeugen mehr Verlierer als Gewinner, aber Transformation ist Teamarbeit. Die „SynergisTen“ wollen statt Konkurrenz und kurzzeitigem Erfolg langfristig wirksame solidarische Gemeinschaftsstrukturen schaffen.
Das Angebot an die Initiativen setzt dabei auf Synergien, die aus gemeinsamem Handeln und gegenseitiger Unterstützung entstehen. Die gemeinsame Suche nach Lösungswegen soll die Wirksamkeit von lokalen und regionalen Vorhaben erhöhen und gleichzeitig die Akteure professionalisieren, Hindernisse und Herausforderungen besser zu meistern. Die „SynergisTen“ stehen für den Zusammenschluss von Initiativen zu lokalen und regionalen multiprofessionellen Bündnissen.
(Selbst)Wirksamkeit stärken
Die „SynergisTen“ sollen kein weiteres Netzwerk sein, das sich dem inhaltlichen Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen widmet.
Vielmehr sollen gemeinsame Erfolgserlebnisse und das Voneinander-Lernen im Zentrum stehen, um zusammen Methoden zu entwickeln, die Prozesse im Flow halten, wenn Projektlaufzeiten ihnen Grenzen setzen. Bis zum Erreichen transformativer Etappenziele stellen jenseits der Nachhaltigkeitsaktivitäten, vor allem organisatorische und administrative Aufgaben einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit dar.
Treten dabei zeit- und energiefressende Probleme auf, sind die meisten auf sich allein gestellt – z. B. bei Kommunikationsschwierigkeiten mit Kooperationspartnern bzw. im Team, bei Ressourcenmangel, Fragen zum Datenschutz, bei Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln oder auch, wenn Vorhaben ins Stocken geraten, weil die Resonanz auf Ideen anders ausfällt als erhofft. Der SynergisTen-Pool soll hierfür ein gutes Auffang- und Lernbecken sein.
Mit den „SynergisTen“ soll ein Angebot entstehen, das Entlastung bringt, dabei hilft Hürden und Hindernisse leichter zu bewältigen und so die vielen großen und kleinen Nachhaltigkeits- und Transformationsinitiativen zueinander in Kontakt bringt und untereinander beflügelt.
gemeinsam die Lösung sein
Realisiert werden soll dies unter anderem durch Schulungs- und Serviceleistungen. Vor allem aber setzen die „SynergisTen“ auf die Unterstützung ihrer Initiativen untereinander. Sie teilen ihre Erfahrungsschätze – jeder ist irgendwo Profi und an anderer Stelle Laie. So soll sich ein Angebots-spektrum entwickeln, das immer dichter wird und eine effiziente Suche nach Lösungswegen durch schnelle Vermittlung passender Akteure aus dem Pool der „SynergisTen“ ermöglicht. Die „SynergisTen“ wollen Anerkennungs- und kontinuierliche Lernprozesse bedarfsgerecht verwirklichen, Unterstützungsräume für Mitgestaltung und Mitsprache öffnen und Akteure langfristig darin ansiedeln.
Mitmachen und mitgestalten
Das Angebot der „SynergistTen“ richtet sich an Initiativen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und/oder Wirtschaft sowie Vertreterinnen von Kommune oder Regionalverwaltung, die gemeinsam im kommunalen oder regionalen Kontext nachhaltige, transformative Ideen auf den Weg anstoßen und etablieren wollen. Die Ziele der bestenfalls schon kooperativen Vorhaben können in unterschiedlichen Bereichen verfolgt werden, wie z.B. Mobilität, Landwirtschaft, inklusive Stadtentwicklung, Kreislaufwirtschaft, Bildung oder Kultur, usw.
Interessierte Kommunen, Projekte und Initiativen mit passenden Ansätzen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen, Teil des Pools zu werden und zur Weiterentwicklung eines Formats beizutragen, das gesellschaftlichen Wandel nicht nur belohnt, sondern mitgestaltet.
Gemeinsame Angebotsentwicklung in der Pilotphase
Mit den „SynergisTen“ soll ein Angebot entstehen, das praxistauglich und bedarfsorientiert ist. Derzeit läuft eine Pilotphase (Juli bis September 2025) zur Konkretisierung des Angebotsformates. Während dieser sind potenzielle SynergisTen, Akteure aus Kooperationen in kommunalen Vorhaben oder auch Projekte in Zusammenarbeit mit Kommunen eingeladen, ihre Ideen, Bedarfe und Vorschläge einzubringen und Feedback zu ersten Prototypen von Angeboten zu geben.
Mit der Durchführung des Vorhabens wurde das nexus Institut vom Umweltbundesamt und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Klimaschutz nukleare Sicherheit beauftragt. Die begleitende Validierung erfolgt durch die ReformAgentur.
Kontakt: synergisten@nexusinstitut.de
Im Auftrag von:

