Die Robert Bosch Stiftung fördert in ihrem Programm „Beteiligung in Grenzregionen“ Bürgerbeteiligungsmaßnahmen in Regionen an der Grenze zu Deutschlands Nachbarländern. Das Programm dient der Entwicklung lokaler Strukturen und stärkt grenzüberschreitende Netzwerke, die aktive Bürgerschaft und Demokratie leben. Es fördert auch den Zusammenhalt in Europa.

Das nexus Institut unterstützt die Programmentwicklung, die Ausschreibung, die Gewinnung guter Bewerbungen und begleitet die ausgewählten acht Modellregionen als Kompetenzzentrum für die Gestaltung guter Bürgerbeteiligung. Es berücksichtigt dabei die besonderen Herausforderungen der Grenzregionen (unterschiedliche Zuständigkeiten, Sprachen, Kulturen, Bedürfnisse und Erfahrungen) und sorgt für gute Beteiligungsqualität. Hierzu gehört insbesondere, dass die Ergebnisse von Bürgerbeteiligung ihren Weg in Politik und Verwaltungspraxis finden.

Das nexus Institut unterstützt die beteiligten Modellregionen dabei, langfristige Beteiligungsstrukturen aufzubauen und organisiert Qualifizierungsmaßnahmen sowie Vernetzungsveranstaltungen für die teilnehmenden Akteure.

Im Rahmen des Projekts übernimmt das nexus Institut die folgenden Aufgaben:

  • für die Robert Bosch Stiftung zentraler Ansprechpartner sein und die Kommunikation zwischen den Partnern und dem AG übernehmen
  • die Ausschreibung inhaltlich und organisatorisch vorbereiten und hierzu einen Kreativ-Workshop auf Basis der Design-Thinking-Methode durchführen
  • für die Regionen (und Prozessbegleitungen) erreichbar sein, in regelmäßigen Abständen vor Ort sein, mehrsprachig arbeiten
  • Qualitätskriterien für Beteiligung im Projekt wirksam werden lassen und bei der Entwicklung von innovativen, spezifischen, an die Region angepassten Beteiligungsideen helfen
  • Innovation in die Kooperationen bringen (z.B. in jeder Region am Anfang einen Szenario-Workshop, um gemeinsame gute Zukünfte zu entwickeln)
  • den Wissens- und Erfahrungstransfer von Grenzregion zu Grenzregion koordinieren
  • vorhandene Kooperationsstrukturen und Netzwerke nutzen und weiterentwickeln
  • Kooperativ bei der wissenschaftlichen Begleitung mitwirken und bei der Datenerhebung (Interviews, Umfragen etc.) unterstützen
  • Begeisterung für die Chancen von Bürgerbeteiligung zur Schaffung tragfähiger, vertrauensvoller, herzlicher Grenzbeziehungen selbst leben und bei den Projektpartnern entfachen und einen gemeinsamen, werteorientierten Rahmen entwickeln helfen und verbindlich machen, z.B. friedliche, dialogorientierte Zusammenarbeit

Laufzeit: 06/2021 – 03/2025
Auftraggeber: Robert Bosch Stiftung GmbH Stuttgart
Mitarbeiter:innen: Christiane Dienel/Kerstin Franzl (Projektleitung), Nicolas Bach, Thomas Blanchet, Karoline Pfeiffer

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