Im Jahr 2014 wurde der Nationalpark Schwarzwald als bisher erster und einziger Nationalpark Baden-Württembergs gegründet. Das Schutzgebiet erstreckt sich über rund 10.000 Hektar zwischen Baden-Baden und Freudenstadt und besteht aus zwei etwa 3,5 Kilometer voneinander getrennten Teilbereichen. In ihrem im Mai 2021 unterschriebenen Koalitionsvertrag hat die grün-schwarze Landesregierung vereinbart, den Nationalpark Schwarzwald inhaltlich und räumlich weiterzuentwickeln. Dabei ist ein Lückenschluss zwischen dem Nord- und Südteil angedacht.

Die Weiterentwicklung des Nationalparks birgt dabei Chancen auf mehreren Ebenen. Aus naturschutzfachlicher Perspektive bietet ein größeres Schutzgebiet mehr Raum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und weißt eine höhere ökologische Resilienz auf. In Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens sind größere naturschutzfachlich wertvolle Flächen ohne menschliche Eingriffe von hoher Bedeutung, um den Prozessschutz zu ermöglichen. Auch wird durch eine Weiterentwicklung des Gebiets die Rolle des Nationalparks für Erholung, Tourismus und Bildung gestärkt. Insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Besucherzahlen erscheint eine Ausweitung der Gesamtfläche notwendig, damit der Naturschutz nicht ins Hintertreffen gerät.

Das nexus Institut ist gemeinsam mit seinem Unterauftragnehmer, der polidia GmbH, mit der Planung und Durchführung der begleitenden Bürgerbeteiligung beauftragt. Neben einem Bürgerforum mit 50 im Zufall ausgewählten Baden-Württemberger:innen werden zwei Informationsveranstaltungen sowie jeweils sechs Themenworkshops und Themenführungen stattfinden. Des Weiteren wird polidia eine Informations- und Beteiligungsplattform im Internet bereitstellen, durch die zusätzlich die Meinungen interessierter Bürger:innen in den Prozess einfließen können.

Laufzeit: 03/2022 – 07/2023
Auftraggeber: Nationalpark Schwarzwald
Mitarbeiter:innen: Nicolas Bach (Projektleitung), Fabian Dantscher
Unterauftragnehmer: polidia GmbH