12.12.2018
nexus intern
Bürgerhaushalt Paris: Eine Option für Berlin?

In Berlin gibt es derzeit deutliche Signale für die Einführung eines landesweiten Bürgerhaushalts. Bei einem solchen Beteiligungsverfahren diskutieren Bürgerinnen und Bürger über den Haushalt und können eigene Projektvorschläge einreichen. Was in einigen Bezirken, wie z. B. Lichtenberg, bereits seit Jahren praktiziert wird, wäre auf der Ebene eines Landes bundesweit ein Novum. Wie ein Bürgerhaushalt in einer Millionen-Stadt aussehen kann, dafür ist Paris ein interessantes Beispiel. Dort wurde bereits vor drei Jahren ein stadtweiter Bürgerhaushalt eingeführt, dem jährlich 100 Mio. Euro aus dem Investitionshaushalt zur Verfügung stehen.

Welche Erfahrungen damit gemacht wurden und was das für Berlin bedeuten kann, wurde am 27. November in einem deutsch-französischen Workshop diskutiert, den das nexus Institut und das Centre Marc Bloch im Rahmen einer internationalen Konferenz des Netzwerkes Bürgerhaushalt organisierten. An der Veranstaltung, zu der die Bundeszentrale für politische Bildung, Engagement Global und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagements eingeladen hatten, nahmen mehr als 180 Gäste aus lokaler Politik, Verwaltungen und Bürgerschaft aus über ein Dutzend Ländern teil. Damit jedoch nicht genug. Am Folgetag brachte sich Dr. Carsten Herzberg als nexus-Experte für Bürgerhaushalte auf der Konferenz „In Zukunft beteiligen: Ein Bürgerhaushalt für Berlin“ ein, die von der Stiftung Zukunft Berlin und der Berliner Senatskanzlei organisiert wurde. Darüber hinaus erstellt das nexus Institut im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung als Beitrag zur Berliner Diskussion eine Broschüre zum Pariser Verfahren, die Anfang 2019 erscheinen wird.

Foto: Ulrich Wessollek

   

 

03.12.2018 Im Rahmen des GLI:X-Projekts wurden am 20. November im Township Sharpeville südlich von Johannesburg zwei E-Lastenräder des Berliner Start-Ups anywhere.berlin in einer feierlichen Veranstaltung in der Stadthalle an die Gemeinde übergeben.
Projekt „GLI:X – Green Logistics Indicators for Gauteng, Südafrika“
Zwei E-Lastenräder für Township in Südafrika

Im Rahmen des GLI:X-Projekts wurden am 20. November im Township Sharpeville südlich von Johannesburg zwei E-Lastenräder des Berliner Start-Ups anywhere.berlin in einer feierlichen Veranstaltung in der Stadthalle an die Gemeinde übergeben.

Die beiden Fahrräder sollen als Piloten für eine nachhaltige und effizientere Abfallbeseitigung sowie für weitere Lieferzwecke getestet werden. Die Fahrräder werden von der örtlichen NGO SKDP betrieben und deren Nutzung vom Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) evaluiert. Ziel ist es, verschiedene Nutzungen für die E-Lastenräder in einem Township zu erproben und zu evaluieren, welchen Mehrwert die Lieferung mit E-Lastenrädern hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit gegenüber traditionellen Methoden generiert.

"Die Pilotstudie wird uns Aufschluss über die Machbarkeit des Einsatzes des E-Bikes in einem Township geben. Das E-Bike wird mit einem GPS ausgestattet sein, und jeder Fahrer wird über ein Mobiltelefon verfügen, um die Fahrräder zu verfolgen und Daten zu liefern, die seine Robustheit, Sicherheit und Laufleistung im Hinblick auf sein Geschäftsmodell zeigen", sagte MEC Vadi, Transportminister der Provinz Gauteng.

   

 

13.11.2018
Projekt „Klimaanpassungskonzept für den Landkreis Ostallgäu und die kreisfreie Stadt Kaufbeuren“
Workshop zur Klimawirkungsanalyse in Marktoberdorf

Die anhaltend hohen Temperaturen in diesem Sommer mit den bekannten Folgen (Waldbrände, Fischsterben, Ernteausfälle) haben deutlich gemacht, dass sich das Klima weltweit und in Deutschland ändert. Doch welche klimatischen Bedingungen sind künftig im Landkreis Ost-allgäu zu erwarten und welche Folgen haben diese für die dort lebenden Menschen, ihre Lebensgrundlagen und die Umwelt?

Um nicht nur zu reagieren, sondern aktiv gestalten zu können, hat der Landkreis Ostallgäu als erster Landkreis in Bayern gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren die Erstellung eines „Klimaanpassungskonzeptes“ beschlossen. Ziel ist es, sich rechtzeitig mit den konkreten Chancen und Risiken des Klimawandels vor Ort befassen und darauf aufbauend Maßnahmen zu entwickeln, die das Ostallgäu fit für die Zukunft machen.

Damit dieses Konzept mit Leben gefüllt werden kann, ist die Akteursbeteiligung ein zentraler Bestandteil des Projekts. Denn die vielen unterschiedlichen, von Klimafolgen betroffenen Handlungsfelder erfordern das Zusammenführen des Fachwissens verschiedener lokaler ExpertInnen. Zu diesem Zweck veranstaltete nexus einen ersten Workshop zur Klimawirkungsanalyse mit rund 40 TeilnehmerInnen am 25. Oktober 2018 in Marktoberdorf. Dabei wurde angeregt diskutiert und geklärt, welche Klimawirkungen bzw. Folgen für das Ostallgäu von besonderer Bedeutung sind. Die Ergebnisse dienen den folgenden Workshops als Grundlage zur Abstimmung einer Gesamtstrategie und zur Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs für die Region.

Mehr Informationen finden Sie auch auf der nexus-Projektseite.