Ziel ist es, ein Werkzeug zu entwickeln, das für zeitnahe und durchgängige Kommunikation zwischen Bürgern und Entscheidern sorgt. Dazu soll eine App für Smartphones entwickelt werden, mit deren Hilfe Kurzbefragungen (in Englisch Flash-Polls) durchgeführt werden können. Mit Hilfe einer Feedback-Funktion können städtische Entscheidungsprozesse unterstützt werden.

Projekt Flash-Poll-Tool

In der Stadtentwicklung stehen häufig Fragen auf der Tagesordnung, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger direkt beeinflussen. Beteiligung über Wahlen reicht oft nicht aus, da die Zeiträume lang sind und Fragen zum Zeitpunkt der Wahl nicht immer vorhersehbar sind. Um dennoch ein Meinungsbild zu aktuellen Fragen der Stadtentwicklung zu bekommen, braucht es neue, ergänzende Instrumente für Bürgerbeteiligung.

Hier setzt das Projekt "Flash-Poll-Tool" an. Ziel ist es, ein Werkzeug zu entwickeln, das für zeitnahe und durchgängige Kommunikation zwischen Bürgern und Entscheidern sorgt. Dazu soll eine App für Smartphones entwickelt werden, mit deren Hilfe Kurzbefragungen (in Englisch "Flash-Polls") durchgeführt werden können. Mit Hilfe einer Feedback-Funktion können städtische Entscheidungsprozesse unterstützt werden.

Nach ersten Testläufen an Universitäten und Schulen will das Projektteam die App in Berlin, Paris, Nantes und Stockholm erproben. Das Umfrage-Tool soll Probleme der klassischen Online-Befragung überwinden:

  • Interessengruppen mobilisieren ihre Anhänger und manipulieren die Ergebnisse;
  • Der Bezug zwischen Befragten, Fragenstellern und Gegenstand der Frage ist nicht gegeben;
  • Die Befragung dauert zu lange und
  • Teilnehmer bekommen kein Feedback zum Gesamtergebnis.

Das Flash-Poll-Tool nutzt raumbezogene Kontextinformationen und Geodaten, um gezielt bestimmte Nutzergruppen städtischer Räume anzusprechen. Die mobile Abstimmung über Smartphones ermöglicht es, die Befragung in einen engen räumlichen und sachlichen Zusammenhang zu stellen. Da es sich um ein Tool für öffentliche Auftraggeber handelt, spielen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte eine zentrale Rolle. Teilaufgabe von nexus ist es, Bedürfnisse der Anwender zu ermitteln, Nutzungsszenarien für Berlin zu erarbeiten und die Markteinführung zu organisieren.

Gesamtkoordination:
Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre (IBBA), Technische Universität Berlin

Forschungspartner:
nexus

Projektpartner:
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG), Technische Universität Berlin
Quality and Usability Labs (QU Labs), Technische Universität Berlin
Service-centric Networking (SNET), Technische Universität Berlin
Deutsche Telekom
KTH - Kungliga Tekniska högskolan (Königlich Technische Hochschule), Stockholm
Universität Stockholm
Alfstore, Frankreich
Missions Publiques, Frankreich

Auftraggeber: European Institutes of Technology, Forschungsserie Digital Cities
Laufzeit: 01/2013 – 12/2015
Mitarbeiter/in: Christoph Henseler (Gesamtkoordination), Dr. Angela Jain (Projektleitung nexus), Nicolas Bach (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Projekthomepage: www.flashpoll.eu